Ein Präventionsprogramm für Kinder straffälliger Eltern

Das Präventionsprojekt für Kinder straffälliger Eltern nimmt die Bedürfnisse und Interessen der Kinder in den Blick. Nicht das Bedürfnis des Straffälligen sondern das „Wohl des Kindes“ steht im Mittelpunkt, wenn es darum geht, die Haftfolgen zu mildern, die Beziehung zu klären und die Rückkehr in die Familie nach der Haft zu erleichtern.

Projekt Chance e.V.
Baden-Württemberg Stiftung

Die Baden-Württemberg Stiftung gGmbH hat dem Projektträger Projekt Chance e.V. 500.000 € zur Verfügung gestellt. Mit dem Netzwerk Straffälligenhilfe in Baden-Württemberg, bestehend aus dem Badischen Landesverband für soziale Rechtspflege, dem Paritätischen Landesverband Baden-Württemberg und dem Verband Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg, wird das Eltern-Kind-Projekt umgesetzt.

Die Inhaftierung eines Elternteils ist für jedes Kind furchtbar. Vielen Kindern steht eine Überbrückung eines langen Strafvollzuges bevor, in der die Kontakte zu den Eltern ganz oder abrupt für einen längeren Zeitraum abbrechen. Nicht selten geschieht dies ohne Vorwarnung. Die Kinder stehen oft alleine da und müssen von Angehörigen oder der Kinder- und Jugendhilfe aufgefangen werden. Darüber hinaus ist, wenn der Vater oder die Mutter wieder nach der Entlassung in die Familie zurückkehrt, nichts mehr wie früher. In diesen Krisen brauchen die Kinder und die Eltern Hilfe von außen, um mit der Situation klarzukommen. Hier setzt das Eltern-Kind-Projekt an.
Die Zielgruppe des Projekts Eltern-Kind sind Kinder von Inhaftierten und deren Angehörige mit deutschen Sprachkenntnissen aus Baden-Württemberg. In erster Linie geht es dem Projekt um das Wohl des Kindes.

Das Projekt im Überblick:

  • Das Eltern-Kind-Projekt betreut Familien aus ganz Baden-Württemberg die von Inhaftierung betroffen sind. Sie können freiwillig am Projekt teilnehmen.
  • Das Eltern-Kind-Projekt bietet während, nach und bei bevorstehender Inhaftierung eines oder beider Elternteile Beratung, Betreuung und Begleitung
  • Das Ziel ist es bestmöglich, positiv auf die Eltern-Kind-Beziehung für den Zeitraum der Inhaftierung einzuwirken. Hierbei liegt die Fokussierung auf dem Wohl des Kindes.
  • Das Projekt steht in Begleitung und Kooperation mit dem Universitätsklinikum Ulm der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie.
  • Ausschlusskriterien sind, wenn das Kind keinen Kontakt bzw. Umgang mit dem Elternteil in Haft wünscht oder wenn in der Vorgeschichte Kindesmisshandlung oder sexueller Missbrauch stand.
Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte an: