Medienkonsumtest

Der Medienkosumtest

Wissenswertes zum Test

Für viele von uns ist es kaum mehr vorstellbar: Ein Leben ohne Handy, ohne PC, ohne Spielkonsole! Muss ja auch nicht sein, denn längst gehören sie zu unserem Alltag dazu. Was für die einen Segen ist, scheint für andere Fluch zu sein. Sei es, weil sie die Technik nicht (mehr) verstehen (Wie funktioniert denn das?), weil sie keinen Sinn darin sehen (Wer braucht denn das???) oder weil sie sogar eine Gefahr für Mensch und Gesellschaft dahinter vermuten.

Keine Frage: Technologische Entwicklungen haben schon seit je her große Kontroversen und Ängste ausgelöst. Und allzu oft wurde das positive Potenzial so manch einer technischen Neuentwicklung schlichtweg falsch eingeschätzt. Um vielleicht mal ein paar amüsante Beispiele aus der Geschichte zu nennen…

Die Erfindung des Telefons kommentierte der damalige US-Präsident Rutherford B. Hayes mit den Worten: „Eine erstaunliche Entwicklung! Aber wer sollte so ein Ding jemals benutzen wollen?“ Heute verfügt fast jeder deutscher Haushalt über ein oder mehrere Handy´s.

Darryl F. Zanuck (1902-1977), Vizepräsident von „20th Century Fox“, schien sich sicher zu sein, dass Fernseher niemals ein Massenpublikum begeistern können: „Der Fernseher wird sich auf dem Markt nicht durchsetzen (…) Denn die Menschen werden sehr bald müde sein, jeden Abend auf eine Sperrholzkiste zu starren“. Heutzutage verbringen die Deutschen durchschnittlich 3,5 Stunden pro Tag vor ihrer Plasma oder LCD-Kiste, von Müdigkeit keine Spur.
Der Blick in die PC-Welt fördert ebenfalls Amüsantes zu Tage: Thomas Watson, der Gründer von IBM, war sich 1943 sicher: „Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt“. Und 1977 behauptete Ken Olson, der Boss von Digital Equipment Corporation.: „Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus wollen würde“. Ironie der Geschichte: Sein Unternehmen wurde später von Compaq aufgekauft. Compaq war eine der ersten Computerfirmen, welche sich auf die Herstellung von kostengünstigen Privat-PC´s spezialisierte und Milliarden Gewinne dadurch erzielte. Kein Wunder was die Gewinne betrifft, denn heute ist fast jeder private Haushalt in Deutschland mit einem oder mehreren PC´s ausgestattet!

Dass über 70% der Bevölkerung ab 10 Jahren das Internet regelmäßig nutzt, hätte sich selbst ein Experte wie Bill Gates nicht träumen lassen, sah er doch noch in den 90er Jahren im Internet nicht mehr als einen Hype!

Kurzum: Handy´s, Spielekonsolen, PC´s, Internet sind ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Eine aktuelle Studie des US-amerikanischen PEW-Instituts zeigt auf: Mehr als 90% der befragten Jugendlichen spielen mehr oder weniger regelmäßig Computerspiele auf ihren Computern, Konsolen oder Handys. Gute Nacht, liebes Abendland, wenn es also stimmen sollte, dass aus „Gamern“ automatisch sonnenlichtscheue Sozialphobiker und potentielle Gewalttäter werden!?
Doch was ist, wenn die Virtualität Deine eigene Realität mehr und mehr verdrängt? Wenn aus Leidenschaft Sucht wird?

Der folgende Test möchte die neuen Medien keineswegs verteufeln, aber zu einer kritischen Auseinandersetzung einladen. Denn Hand auf´s Herz: Wenn Du wegen Deinem PC oder der Konsole andere Hobbies, gute Freundschaften und wichtige Lebensziele aus den Augen verlierst, ist das eine Entwicklung, die weder für Dich noch für die Dir nahe stehenden Menschen gut sein kann. Es kommt also wie so oft auf die Dosis an. Der Test unterscheidet zwischen Gebrauch, Missbrauch und süchtigem Verhalten und die Auswertung funktioniert ähnlich wie bei unserem Kiffer-Test nach dem Ampel-Prinzip.

5 Dinge vorab:

  • Der Test bezieht sich auf Dein PC-/ Internet- und Konsolenspielverhalten. Auch wenn in den Fragen beispielsweise nur von PC die Rede ist, sind natürlich auch die anderen Medien gemeint!
  • Der Test ist anonym. Mach Dich also ganz unverkrampft und offen ans Werk. Je ehrlicher Du bist, umso besser. Schließlich machst Du den Test für Dich – für niemanden sonst.
  • Es erwarten Dich insgesamt 15 Fragen. Plane also etwas Zeit ein.
  • Du wirst vielleicht manchmal das Gefühl haben, dass keine der Antwortmöglichkeiten zu 100% auf Dich zutrifft. Klick´ daher die Antwort an, die am besten zu Dir passt. Nur wenn Du eine Frage beantwortet hast, kann es zur nächsten weitergehen.
  • Wundere Dich nicht, wenn Dir manche der Fragen ähnlich vorkommen. Das ist beabsichtigt. Im Mittelpunkt des Testes stehen nicht nur Dein aktuelles Medienkonsumverhalten sondern auch Deine Einstellungen, Deine Lebensumstände und Gewohnheiten.

Kein Test ersetzt jedoch ein ausführliches Beratungsgespräch. Scheu Dich also nicht, mit Deinen Fragen bei uns vorbeizuschauen. Ein Gespräch bei uns oder anderen Psychosozialen Beratungsstellen ist anonym und kostenlos, sicherlich aber nicht umsonst. Wir freuen uns auf Dich!

Idee und Konzeption:

Heiko Strese, Nikolas Danzinger

Umsetzung:

Robin Danzinger

Medienkonsumtest

Mach‘ den Test. Losgehts!
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