Seit Oktober 2007 ist die Sozialberatung Schwäbisch Gmünd e.V. für das Projekt „Schwitzen statt Sitzen“ im Landgerichtsbezirk Ellwangen zuständig. Wir haben für Interessierte und Einsatzstellen die wichtigsten Informationen zusammengefasst.
Was steckt hinter dem Projekt „Schwitzen statt Sitzen“?
Das „Netzwerk Straffälligenhilfe in Baden-Württemberg“ startete im Januar 2008 mit der flächendeckenden Umsetzung des Projekts „Schwitzen statt Sitzen“ in Baden-Württemberg. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss aus dem Badischen Landesverband für soziale Rechtspflege, dem Verband Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg e.V. und dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband – Landesverband Baden-Württemberg. Ziel ist es, Straffällige in gemeinnützige Arbeit zu vermitteln und dadurch Haftstrafen zu vermeiden. Statt Geldstrafenschuldner und Personen, die gemeinnützige Arbeit als gerichtliche Bewährungsauflage erhalten haben zu inhaftieren, erfüllen sie ihre Strafe durch eine dem Gemeinwohl dienende Arbeit. Die Sozialberatung Schwäbisch Gmünd e.V. ist einer von 23 Vereinen, der für die Vermittlung in gemeinnützige Arbeit in Baden-Württemberg verantwortlich ist. Zuständig ist die Sozialberatung für den Landgerichtsbezirk Ellwangen. Darunter fallen folgende Amtsgerichtbezirke: Aalen, Bad Mergentheim, Crailsheim, Ellwangen, Heidenheim, Langenburg, Neresheim und Schwäbisch Gmünd.
Weitere Unterprojekte im Rahmen von „Schwitzen statt Sitzen“:
Aufsuchende Arbeit (ASA)
Nicht alle Menschen, die eine Ersatzfreiheitsstrafe durch gemeinnützige Arbeit oder (Raten-)Zahlung abwenden könnten, reagieren auf schriftliche Kontaktversuche. Gründe dafür können vielfältig sein – von schwierigen persönlichen Lebenssituationen bis hin zu Sprachbarrieren oder negativen Erfahrungen mit Behörden und Justiz. Hier setzt unser Projekt „Aufsuchende Arbeit“ an: Unsere Sozialarbeitenden suchen die Betroffenen persönlich an ihrem Wohnort auf. Gemeinsam werden mögliche Hinderungsgründe geklärt und individuelle Lösungen entwickelt.
Ziel ist es, einen niedrigschwelligen Zugang zu unseren Angeboten „Schwitzen statt Sitzen“ und „Treuhänderische Geldverwaltung“ zu ermöglichen, notwendige Hilfen zu vermitteln und nach Möglichkeit eine Inhaftierung mit ihren weitreichenden Folgen für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld zu vermeiden.
Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Resozialisierung und zur Vermeidung kurzer Freiheitsstrafen.
Treuhänderische Geldverwaltung (TGV)
Für Menschen in schwierigen und komplexen Lebenssituationen kann die Begleichung einer Geldstrafe eine große Herausforderung darstellen. Wenn eine Zahlung nicht gelingt und gemeinnützige Arbeit nicht möglich ist, kann eine Ersatzfreiheitsstrafe die Folge sein.
Unser Projekt „Treuhänderische Geldverwaltung“ unterstützt Betroffene dabei, ihre Geldstrafe durch (Raten-)Zahlungen zu begleichen und so eine Inhaftierung zu vermeiden. Gemeinsam mit den Betroffenen schaffen unsere Beratungsstellen einen Überblick über die finanzielle Situation und entwickeln eine realistische Zahlungsvereinbarung. Im Rahmen einer Treuhandvereinbarung wird die vereinbarte Zahlung zuverlässig an die Staatskasse weitergeleitet. Auch bei Zahlungsschwierigkeiten stehen wir beratend und unterstützend zur Seite.
Ziel ist es, Ersatzfreiheitsstrafen zu vermeiden, finanzielle Eigenverantwortung zu stärken und Menschen auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen.

Antje Hammann
Dipl.-Sozialarbeiterin (FH)
07171 60 55 623
07171 60 55 65

Teresa Haas
Sozialarbeiterin (B.A.)
07171 60 55 60
07171 60 55 65

Heike Knauß
Bürokauffrau
07171 60 55 630
07171 60 55 60
07171 60 55 65